Morbus Crohn und Colitis

Morbus Crohn und Colitis

Schlechte Laune?

Morbus Crohn- und Colitis ulcerosa-Patienten leiden oft unter Eisenmangel.

orale Therapien sind häufig mit Nebenwirkungen verbunden, da die Präparate einfach schwer verdaulich sind. Der Bauch zwickt und der Stuhlgang verändert sich.

Eine intravenöse Eisensupplimentierung erwies sich nun als sehr hilfreich – vor allem für Morbus Crohn-Patienten – da die typischen Nebenwirkungen und Bauchprobleme ausblieben.

Eine internationale Wissenschaftlergruppe hat untersucht, wie sich das Mikrofilm ( die Darmbakterien ) bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen auf orale oder intravenöse Eisengaben verhält. „Die Eisenzufuhr hatte sowohl oral als auch intravenös einen sehr deutlichen Einfluss auf das Mikrobiom des Darms“, sagt Professor Dirk Haller von der Technischen Universität München. Diese Beobachtung sei insofern bemerkenswert, weil die intravenöse Gabe den Eisengehalt im Darm wiederum nicht beeinflusste.

Sensibles Mikrobiom
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind die zwei häufigsten Formen chronisch entzündlicher Darmerkrankungen und nur schwer heilbar. Das liegt aber mehr an der Zivilisation und unseren Gewohnheiten, als an der schwere der Erkrankung denke ich.

„Der Charakter dieser Krankheiten ist wesentlich komplexer als bei Infektionen. Wir wissen nicht, welche Bakterien in welcher Gemeinschaft beteiligt sind“, erklärt Haller. Die Studie habe bestätigt, wie sensibel das Mikrobiom des Darms auf eine Eisenzufuhr reagiert – besonders bei Patienten mit Morbus Crohn.

Intravenöse Eisensupplementierung ist deswegen sehr wehrhilfreich.
Die kurzzeitige Eisenbehandlung führte in dem kurzen Behandlungszeitraum zu keiner Verschlimmerung der Darmerkrankung. „Trotzdem kann der Schluss gezogen werden, dass vor allem Morbus Crohn Patienten mit einer instabilen Darmflora von der intravenösen Eisensupplementierung profitieren, weil bei der intravenösen Gabe in der Regel auftretende Nebenwirkungen offenbar ausgeschlossen werden können, so die Wissenschaftler.

Im übrigen haben sich die wenigsten Eisenmedikamente die oral eingenommen wurden bewährt. Da ist eine Petersieliensuppe  zwei mal die Woche der bessere biologische Eisenlieferant um die Anämie zu behandeln.

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